Blindstrom/Blindarbeit

Zum Antrieb von Transformatoren (die wiederum elektrische Verbraucher antreiben) wird Strom benötigt. Dieser wird jedoch nicht wirklich verbraucht, sondern pendelt in den Stromleitungen (Aufbau elektromagnetischer und elektrischer Felder) und reduziert somit die Übertragungskapazität. Für einen Teil der in Kilovoltamperereaktivstunden (kVarh) gemessenen Blindarbeit wird ein zusätzliches Entgelt berechnet, wobei dieses Entgelt mit ca. 0,90 bis 1,30 Ct/kVarh deutlich niedriger ausfällt als das Entgelt für die Wirkarbeit. Abhängig ist die Berechnung vom Wirkfaktor Cosinus phi, der das Verhältnis von Leistung zu Scheinleistung beschreibt. Der Wert kann zwischen 0 und 1 liegen, wobei ein Wert von 1 bedeutet, dass keine Übertragungsverluste entstehen und somit auch kein Blindstrom berechnet werden kann. Wird die beim jeweiligen Netzbetreiber geltende Grenze unterschritten (z.B. cos(phi) 0,9), wird hierfür dann ein zusätzliches Entgelt fällig. Sofern es wirtschaftlich sinnvoll ist, kann eine Blindstromkompensationsanlage eingesetzt werden um die Entstehung von Blindstrom zu reduzieren bzw. zu vermeiden.