Individuelles Netzentgelt

Für Stromabnehmer deren Leistungsspitze außerhalb des beim jeweiligen Netzbetreiber geltenden Hochlastzeitfensters liegt, kann die Beantragung eines individuellen Netzentgeltes gemäß § 19 Strom-NEV (atypische Netznutzung) zu einer Kostensenkung führen.

Voraussetzung für eine erfolgreiche Antragstellung ist, dass die gemessene Leistungsspitze innerhalb der Hochlastzeit mindestens 100 kW unter dem Wert außerhalb der Hochlastzeit liegt und 20 % (Mittelspannung) bzw. 30 % (Niederspannung) niedriger ist als in der restlichen Zeit. Sind diese Grundvoraussetzungen gegeben, hängt der Erfolg einer Antragstellung von

• dem beim zuständigen Netzbetreiber geltenden Hochlastzeitfenster,
• der Lastverteilung des betreffenden Standortes und
• der Spannungsebene des zu bewertenden Standortes ab.


Da sich die Hochlastzeitfenster jährlich ändern können und darüber hinaus sich auch das Lastverhalten eines Standortes ändern kann, ist ein genehmigter Antrag noch keine Garantie für eine Kostenreduzierung in zukünftigen Jahren. Vor diesem Hintergrund ist nach einer erfolgreichen Antragstellung ein entsprechendes Controlling, beispielsweise mit dem Plan Energie Controllingsystem PEC® sinnvoll, um frühzeitig über entsprechenden Handlungsbedarf Bescheid zu wissen.

Die Antragstellung ist aufgrund der Beteiligung des Netzbetreibers, des Stromlieferanten sowie der Bundesnetzagentur und der im Vorfeld durchzuführenden Auswertungen vergleichsweise zeitaufwändig. Darüber hinaus müssen die Anträge in regelmäßigen Abständen erneut bei der Bundesnetzagentur gestellt werden. Damit für Sie hieraus keine zusätzliche Belastung im Tagesgeschäft entsteht und keine wichtigen Fristen versäumt werden, bieten wir die Übernahme aller in diesem Zusammenhang anfallenden Tätigkeiten an.

Verschenken Sie kein Geld und erkundigen Sie sich hier nach möglichen Potentialen für eine Kostensenkung.